NADINE RENNERT

 

 

Creating my Own Myth, 2016, Fotografien    

Über

Creating my Own Myth, 2016

 

Die Reihe von Fotografien Creating my Own Myth zeigt in jedem Foto jeweils eine meiner Skulpturen in Beziehung zu mir selbst. Das Foto ist keine Dokumentation meiner skulpturalen Arbeit und auch kein Portrait von mir als Künstlerin. Zur Inszenierung kommt noch eine Maske hinzu, mit der ich mein Gesicht verdeckt halte.

Die Maske manifestiert sich in verschiedenen Formen und Farben in allen Fotos. Den jeweiligen Ausdruck der Maske finde ich in einer Meditation über die Skulptur, in dem ich mich erneut, manchmal nach vielen Jahren oder mittlerweile Jahrzehnten, meinem eigenen Werk aussetze.

Die Maske zeigt mir nach ihrer Fertigstellung beim Tragen meine Körperhaltung und Position im Raum im Verhältnis zur Skulptur. Zur Inszenierung gehört Kleidung, welche ich im Lauf meines Lebens selbst genäht habe oder die zu mir gekommen ist. In Beziehung zur Maske gebe ich meinen Haaren Form.

Es entstehen Bilder, die Aspekte von mir zeigen. Der unbeweglichen Skulptur, mit menschlicher oder, in früheren Arbeiten, organische rForm, gesellt sich mein beweglicher Körper hinzu, der teilweise distanziert Bezug nimmt, teilweise mit der Skulptur agiert und teilweise mit der Kamera kommuniziert.

Durch meine Recherchen über koreanische schamanische Rituale wurde mein Interesse an Ritualgegenständen und Ritualkleidung geweckt, die belebt werden oder besetzt sind, das heißt, denen eine eigene Kraft zugesprochen wird. Als Künstlerin stelle ich selbst Objekte her, die etwas über ihre reine Form hinaus repräsentieren. In dem ich mich in der Inszenierung mit der Maske in Beziehung zum künstlerischen Objekt stelle, flechte ich eine neue Bedeutungsebene ein.

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